Generalanzeiger Bonn
28. Dezember 2002
| "OPUS hat mehr drauf
als man vermutet"
Rhein-Sieg-Kreis. Gesundheitsförderung steht bei "OPUS" im Mittelpunkt. Hinter der Abkürzung verbirgt sich ein "Offenes Partizipationsnetz und Schulgesundheit". So nennt sich der Verbund von Schulen in Nordrhein-Westfalen, die gesundheitsfördernde Projekte entwickeln. Im Rhein-Sieg-Kreis startete das Projekt 1998 mit zwölf Schulen. Ausgezeichnet für ihre Mitarbeit beim Opus-Projekt wurden Lehrer aus der Region im Kreishaus. Helmut Hausmann überreichte die Urkunden. ![]() "OPUS hat mehr drauf als man hinter der Abkürzung vermutet", sagte Hausmann. Ziel sei, dass sich die Schulen in der Entwicklung ihrer Programme gegenseitig unterstützen, begleiten und entlasten. Groß geschrieben werde dabei der Erfahrungsaustausch. "Die Absicht ist, ein entspanntes und die Gesundheit förderndes Klima aufzubauen." Die Schulform spiele keine Rolle. Es seien alle vertreten - von der Grundschule bis zum Berufskolleg. Die Schulen tauschen sich in Arbeitskreisen aus. Evelyn Burkhart, Koordinatorin für Gesundheitsförderung, leitet das Projekt. Sie koordiniert Treffen und berät die Arbeitsgruppen. Zudem stehen den Schulen ausgebildete Moderatoren zur Verfügung. In den Arbeitskreisen planen Lehrer und Schulleiter Projekte zu Themen wie Sucht- und Gewaltprävention, Ernährung und Gestaltung des Schulumfeldes. "Gesundheitsförderung auf die Fahne geschrieben heißt, dass viele andere Dinge, die in einer Schule ablaufen, miteinbezogen sind", sagte Hausmann. Zudem gehören außerschulische Kooperationspartner zum "OPUS"-Netzwerk. Das Schulamt hält Kontakt zu Einrichtungen und Behörden, die Angebote für gesundheitsfördernde Schulen bereithalten - die Polizei, das Kreisgesundheitsamt sowie kirchliche Bildungseinrichtungen. Bis 2005 steht bei "OPUS" einiges auf dem Programm: Weiterbildung von Schulleitern, Bildung eines "OPUS"-Teams im Schulamt sowie Gewinnung weiterer Kooperationspartner. Zufrieden zeigten sich Hausmann und Burkhart nicht nur mit der Entwicklung des Netzwerkes, sondern auch mit der finanziellen Absicherung. Für das Jahr 2003 bekommen die "OPUS"-Schulen rund 18 000 Euro von der Bezirksregion in Köln. "Wir bekommen den Löwenanteil, da der Rhein-Sieg-Kreis das größte Kontingent hat", sagte Hausmann. Er rechne mit rund 5 500 Euro. "Damit ist das Projekt bis 2004 finanziell gesichert." Der Weg zur "OPUS"-Schule ist leicht. Die nötigen Unterlagen erhalten interessierte Lehrer und Schulleiter im regionalen Schulamt. Für die Anmeldung müssen sie sich an die OPUS-Geschäftsführung oder das zuständige Schulamt wenden. Umfangreiche Informationen zur Gesundheitsförderung in Schulen sowie Beratung in Sachen Schulentwicklung und Fortbildungen für Koordinatoren und Ansprechpartner bieten die Schulämter der Kreise und Städte sowie das Landesinstitut für Schule und Weiterbildung. Weitere Informationen
gibt es über den "OPUS"-Verband im Internet unter www.opus-nrw.de
Von Tina Kretschmer [GA] |