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ein Projekt der Klasse 8a
hier: Kunst

Zunächst sollten die SchülerInnen Vierer-Gruppen bilden. Sie konnten frei wählen, mit wem sie in einer Gruppe zusammenarbeiten wollten. Im nächsten Schritt sollte ein Gruppenprofil erstellt werden. Hierzu legten die SchülerInnen Kriterien zur Beschreibung ihrer Gruppen fest, die sie auf einem Plakat schriftlich und gestalterisch umsetzten.

Folgende Merkmale wurden hierbei von den SchülerInnen häufig berücksichtigt:

Farbe, 
Material (beispielsweise Metalle, Naturmaterialien, Kunststoffe),
Hobby,
Tier,
Gefühl,
Element.

Das erarbeitete Gruppenprofil wurde in einem vierstündigen Projekttag als Schaukasten gestaltet. Hierzu erhielten die SchülerInnen eine umfangreiche Materialsammlung, aus der sie sich bedienen konnten.

Nach eingehender Betrachtung und Interpretation der Schaukästen sollten die SchülerInnen in Anlehnung an die Künstlerinnen Irene und Christiane Hohenbüchler 

„kreative Gestaltungsmöglichkeiten als Auslöser kommunikativer und performativer Prozesse bei der Bildbetrachtung zur Entwicklung von ästhetischen Installationen mit Aufforderungscharakter zum handelnden Kommunizieren“ 

erarbeiten und erproben.

Die SchülerInnen sollten also ihre Schaukästen dahingehend erweitern, dass sie eine Botschaft/Anregung/Aufforderung an den Betrachter enthalten mit ihnen in Kommunikation zu treten. So hatte eine Gruppe in ihren Kasten kleine Zettelchen gelegt, die halb von Muscheln verdeckt wurden. Der Betrachter sollte hierdurch angeregt werden die Zettel zu lesen. Eine andere Gruppe hatte ihren Kasten in Zellophan eingewickelt, sodass oben eine Art Schale entstand. In die legte sie weiche Watte, in der sie kleine Gegenstände versteckte. Der Betrachter sollte hier das Bedürfnis entwickeln in der Watte nach den verborgenen Gegenständen zu wühlen.

Im Sinne einer Vernetzung erhielten die SchülerInnen im nächsten Schritt den Arbeitsauftrag, mit den Kästen zu kommunizieren, wobei sie sich nicht an die Aufforderungsvorgaben halten mussten. Sie konnten beispielsweise die Kästen durch eine Schnur aneinander binden oder die Inhalte der Kästen austauschen. In Absprache mit den SchülerInnen durften sogar Veränderungen durchgeführt werden, die nicht rückgängig gemacht werden konnten. 

„Kommunikation bewirkt Veränderung“ 

– diese Erkenntnis war hier intendiert. Dabei passierte etwas sehr Ungewöhnliches, ja Schockierendes. Die SchülerInnen zerstörten während dieser Aktion ihre Schaukästen.

Sie veränderten sie auf sehr aggressive Weise, sodass am Ende dieser Aktion die liebevoll gestalteten Kästen zerfetzt aber dennoch miteinander verbunden waren. Die SchülerInnen waren mindestens so entsetzt wie die Lehrer und Prüfer (es war die Examensstunde von Frau Brill).

„Kommunikation bewirkt Veränderung“ 

nicht immer die, die man erwartet oder erwünscht. 

So war die „Zerstörungsattacke“ der SchülerInnen Sinnbild für deren Kommunikationsstrukturen, die zu diesem Zeitpunkt von Aggressionen und Konflikten geprägt war. 

Dies erkannten und formulierten auch die SchülerInnen.  


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Annette Hutmacher

[Deutsch][Ausstellung im Stadtmuseum]

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