Projekt
"Hocker aus Papier – Ökoschule"
Sach-
und Erfahrungsbericht
Das Projekt
ist wie geplant im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts in Klasse 10 durchgeführt
worden. Im Mittelpunkt der Unterrichtsreihe stand der Umgang mit den Ressourcen.
Dabei wurde den Schülern zum ersten Mal das Konzept "Agenda 21" vorgestellt,
und in der anschließenden Diskussion wurde die Frage gestellt: Was
kann denn ein Einzelner tun? Durch das lokale Agenda - Fest in Siegburg
angeregt wurde diese Frage konkretisiert: Was können Schüler
in ihrem Lebensbereich tun, um den Agenda – Gedanken in bezug auf ihre
Umwelt zu beleben?
Hieraus
entwickelte sich der Plan, unsere Schule im Hinblick auf den Umgang mit
Ressourcen zu überprüfen.
Nach
Kontakten mit der Stadtverwaltung und dem dortigen Umweltamt, die ihre
Unterstützung zusagten, erstellten die Schüler einen Plan zur
Untersuchung des Wasserverbrauchs und der Heizenergie. Parallel dazu besuchte
ein Vertreter der RSAG ( Rhein - Sieg – Abfallwirtschafts-gesellschaft
m.b.H. ) die Gruppe in drei Doppelstunden, um mit ihnen die Themen Müllentsorgung,
- verwertung, und Papierrecycling zu besprechen.
Daran
schloß sich eine kleine praktische Arbeit "Bilder- bzw. Spiegelrahmen
im Kordelrelief" an, die die Schüler im Umgang mit den verschiedenen
Eigenschaften von Papier für die große Arbeit "Papierhocker"
sensibilisieren sollten.
Das
Papiermöbelseminar wurde dann am 11.Dezember 1998 von Herrn Schäff,
Dipl.Ing. aus Coburg, durchgeführt. Es beinhaltete folgende Tagesordnung:
Vorstellung
Kurze
theoretische Einführung in Ökologie und Leichtbauweise von Papiermöbeln
Erklärung
der Konstruktionsweise von Papiermöbeln
Theoretische
Einführung in den Möbelbausatz
Anleitung
und Hilfestellung beim Hockerbau
Anregungen
zur individuellen Oberflächengestaltung des Möbels
Die Schüler
haben die gesamte Unterrichtsreihe durchweg positiv aufgenommen. Durch
den Kontakt mit Behörden und außerschulischen Referenten ist
ihr Selbstbewußtsein gestiegen. Ihre Begeisterung für das Papiermöbelseminar
zeigten sie nicht zuletzt durch ihre aktive Mitarbeit weit über die
normalen Schulstunden hinaus.
Die
Oberfläche der Hocker wird im anschließenden Kunstunterricht
gestaltet.
Es ist
geplant, die Hocker in einer Performance zur Abschlußfeier aus den
Bereichen Kunst, Musik und Textilgestaltung ( alle Kolleginnen haben das
Thema Papier aufgegriffen ) zu zeigen. Anschließend werden sie als
"mobiles Klassenzimmer" der Schule zur Verfügung stehen.
Marianne Göbel