Projekte
Hier: 1998/99

Projekt "Hocker aus Papier – Ökoschule"
Sach- und Erfahrungsbericht

Das Projekt ist wie geplant im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts in Klasse 10 durchgeführt worden. Im Mittelpunkt der Unterrichtsreihe stand der Umgang mit den Ressourcen. Dabei wurde den Schülern zum ersten Mal das Konzept "Agenda 21" vorgestellt, und in der anschließenden Diskussion wurde die Frage gestellt: Was kann denn ein Einzelner tun? Durch das lokale Agenda - Fest in Siegburg angeregt wurde diese Frage konkretisiert: Was können Schüler in ihrem Lebensbereich tun, um den Agenda – Gedanken in bezug auf ihre Umwelt zu beleben?
Hieraus entwickelte sich der Plan, unsere Schule im Hinblick auf den Umgang mit Ressourcen zu überprüfen.
Nach Kontakten mit der Stadtverwaltung und dem dortigen Umweltamt, die ihre Unterstützung zusagten, erstellten die Schüler einen Plan zur Untersuchung des Wasserverbrauchs und der Heizenergie. Parallel dazu besuchte ein Vertreter der RSAG ( Rhein - Sieg – Abfallwirtschafts-gesellschaft m.b.H. ) die Gruppe in drei Doppelstunden, um mit ihnen die Themen Müllentsorgung, - verwertung, und Papierrecycling zu besprechen.

Daran schloß sich eine kleine praktische Arbeit "Bilder- bzw. Spiegelrahmen im Kordelrelief" an, die die Schüler im Umgang mit den verschiedenen Eigenschaften von Papier für die große Arbeit "Papierhocker" sensibilisieren sollten.
Das Papiermöbelseminar wurde dann am 11.Dezember 1998 von Herrn Schäff, Dipl.Ing. aus Coburg, durchgeführt. Es beinhaltete folgende Tagesordnung:
Vorstellung
Kurze theoretische Einführung in Ökologie und Leichtbauweise von Papiermöbeln
Erklärung der Konstruktionsweise von Papiermöbeln
Theoretische Einführung in den Möbelbausatz
Anleitung und Hilfestellung beim Hockerbau
Anregungen zur individuellen Oberflächengestaltung des Möbels

Die Schüler haben die gesamte Unterrichtsreihe durchweg positiv aufgenommen. Durch den Kontakt mit Behörden und außerschulischen Referenten ist ihr Selbstbewußtsein gestiegen. Ihre Begeisterung für das Papiermöbelseminar zeigten sie nicht zuletzt durch ihre aktive Mitarbeit weit über die normalen Schulstunden hinaus.
Die Oberfläche der Hocker wird im anschließenden Kunstunterricht gestaltet.
Es ist geplant, die Hocker in einer Performance zur Abschlußfeier aus den Bereichen Kunst, Musik und Textilgestaltung ( alle Kolleginnen haben das Thema Papier aufgegriffen ) zu zeigen. Anschließend werden sie als "mobiles Klassenzimmer" der Schule zur Verfügung stehen.
 

Marianne Göbel

GHS Neuenhof Siegburg